Erfahrungen & Bewertungen zu Natalia Hoffmann-Demsing Zum Inhalt springen
Wenn Mitarbeitende kĂ¼ndigen, bleibt mehr zurĂ¼ck als eine offene Stelle
Wertschöpfendes Offboarding: Was FĂ¼hrung, Teams und Organisationen aus Abschieden lernen können.
Was bedeutet eine KĂ¼ndigung fĂ¼r die Menschen, die bleiben? Was macht sie mit der Zusammenarbeit, mit der FĂ¼hrung und manchmal auch mit dem Vertrauen in die Organisation? Ich bin Ă¼berzeugt: In jedem Abschied steckt die Chance, etwas Ă¼ber die eigene Organisation zu lernen. Genau darum geht es beim Wertschöpfenden Offboarding. Und um die Frage, wie wir dieses Potenzial endlich nutzen können.
Die KĂ¼ndigung ist ausgesprochen. Und was passiert mit dem Team?
Ein Mensch entscheidet sich, das Unternehmen zu verlassen. HR organisiert den Austritt. Die FĂ¼hrungskraft kĂ¼mmert sich um die Ăœbergabe. Die Suche nach einer Nachfolge beginnt. Soweit, so normal. Aber was ist mit denen, die bleiben?


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Wissen wir, warum der Mensch tatsächlich gegangen ist?
Haben wir verstanden, welche Rolle FĂ¼hrung und Zusammenarbeit dabei spielt?
Was macht der Abschied mit dem Team?
Und vor allem: Was sollten wir als Organisation daraus lernen?
Abschied gestalten, statt verwalten.
Wertschöpfendes Offboarding bedeutet, eine KĂ¼ndigung nicht nur als Ende eines Arbeitsverhältnisses zu betrachten. Sondern auch als Anlass, genauer hinzusehen. Was hat gut funktioniert? Wo gab es Reibungsverluste? Welche Strukturen, Verhaltensweisen oder FĂ¼hrungsmuster sollten wir hinterfragen? Dabei geht es nicht um Schuldige. Es geht darum, Erkenntnisse zu gewinnen und daraus konkrete Veränderungen abzuleiten. DafĂ¼r braucht es mehr als ein Exit-Interview. Es braucht FĂ¼hrungskräfte, die hinschauen, und Teams, die in diesen Lernprozess einbezogen werden. Denn wer die Erfahrungen der Menschen, die gehen, und derer, die bleiben, nicht nutzt, verschenkt wertvolles Wissen Ă¼ber die eigene Organisation.
Wie gelingt das im eigenen Unternehmen?
Ich begleite FĂ¼hrungskräfte, FĂ¼hrungsteams und Organisationen dabei, eine andere Haltung zum Offboarding zu entwickeln und daraus konkrete Schritte fĂ¼r die Praxis abzuleiten. Zum Beispiel durch Impulsvorträge, Workshops mit FĂ¼hrungsteams oder die Begleitung von Team-Retrospektiven nach einer KĂ¼ndigung. Dabei geht es nicht um einen zusätzlichen HR-Prozess, der Zeit und Ressourcen bindet. Sondern darum, die Erfahrungen aus Abschieden fĂ¼r bessere FĂ¼hrung, Zusammenarbeit und Organisationsentwicklung nutzbar zu machen. Sie möchten herausfinden, was wertschöpfendes Offboarding fĂ¼r Ihr Unternehmen bedeuten könnte? Dann lassen Sie uns sprechen.
Strategie-Session
60 min Dauer
Das Fachbuch fĂ¼r einen anderen Blick auf KĂ¼ndigungen
Warum der Abschied Ă¼ber die Zukunft eines Unternehmens entscheidet. Gemeinsam mit meinen Mitautorinnen Prof. Nicole Richter, Cornelia Stute, Bella Silberstein, Tabea Bosch haben wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: wissenschaftlich, arbeitsrechtlich und vor allem mit einem Blick auf die Unternehmenspraxis. Wir zeigen, weshalb Offboarding weit mehr sein kann als ein administrativer HR-Prozess, welche Verantwortung FĂ¼hrung dabei trägt und wie Teams in die Reflexion und Weiterentwicklung einbezogen werden können. Das Buch richtet sich an Menschen, die FĂ¼hrung, Zusammenarbeit und Organisationsentwicklung gestalten – in der GeschäftsfĂ¼hrung, im HR-Bereich und in FĂ¼hrungspositionen. Erschienen im Haufe Verlag, Oktober 2026.
Warum ich mich mit diesem Thema beschäftige
Abschiede gehören zum Leben. Und doch beschäftigen wir uns meist erst dann mit ihnen, wenn sie unmittelbar bevorstehen. In Unternehmen ist das nicht viel anders. Mich hat schon lange beschäftigt, warum wir KĂ¼ndigungen so häufig als etwas betrachten, das möglichst reibungslos abgewickelt werden muss. Und warum wir dabei diejenigen so wenig einbeziehen, die anschlieĂŸend weiter zusammenarbeiten sollen. Ich arbeite seit vielen Jahren mit FĂ¼hrungskräften und Teams. Dabei erlebe ich immer wieder, wie viel Wissen Ă¼ber eine Organisation in ihren Mitarbeitenden steckt. Wissen, das wir viel zu selten systematisch nutzen. Aus diesen Gedanken, Gesprächen und der Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Praxis ist schlieĂŸlich unser Fachbuch entstanden. Mein Wunsch ist, dass Unternehmen irgendwann ganz selbstverständlich fragen: Was können wir aus diesem Abschied lernen?